Light Fingering: Feiner als Fingering, stärker als Lace
Light Fingering liegt zwischen Lace und Standard-Fingering – ein Gewicht für alle, die feinere Socken und zartere Tücher mögen, ohne in die Geduld von echtem Lace-Stricken einzutauchen. Auf Nadelstärke 1,75–2,5mm entstehen daraus außergewöhnlich dünne, aber haltbare Strickstücke mit einem Maschenbild, das maschinell hergestellte Strickwaren nie erreichen.
Was ist Light Fingering genau?
Light Fingering hat eine typische Lauflänge von 350–500 Metern pro 50g oder 700–1000 Metern pro 100g – deutlich mehr als Standard-Fingering (200–400m/100g), aber weniger als Lace (400–1000m+/100g). Die Nadelstärke liegt bei 1,75–2,5mm, und die Maschendichte in glattem Rechts beträgt ca. 32–38 Maschen auf 10cm.
Das Gewicht entspricht im britischen System ungefähr dem 2-ply oder sehr feinen 3-ply. In vielen japanischen Strickanleitungen und nordischen Feingarnen ist Light Fingering das Standardgewicht – die sehr gleichmäßigen, dünnen Garne erzeugen ein Maschenbild von besonderer Reinheit.
Für welche Projekte eignet sich Light Fingering?
Light Fingering ist das ideale Gewicht für extrem feine Socken – deutlich dünner als Standardsocken, mit einem Tragegefühl, das an hochwertige kommerzielle Feinstrumpfhosen erinnert, aber mit der Wärme und Atmungsaktivität von echter Wolle. In der nordischen Stricktradition werden viele der feinsten Musterstrümpfe in Light Fingering gestrickt.
Auch für Lace-Tücher und zarte Stolas eignet sich Light Fingering hervorragend: das Gewicht erlaubt etwas mehr Substanz als echtes Lace-Garn, aber das fertige Stück ist immer noch transparent und leicht. Besonders Garne mit Seide- oder Seidenanteil in Light Fingering eignen sich für festliche Stolas mit natürlichem Glanz.
Für Babydecken, feine Kinderpullover und alle Projekte, bei denen Zartheit das Ziel ist, aber etwas mehr Haltbarkeit als bei reinem Lace gebraucht wird, ist Light Fingering eine ausgezeichnete Wahl.
Light Fingering stricken – was sollte ich wissen?
Light Fingering erfordert kleinere Nadeln und mehr Geduld als Standard-Fingering oder DK. Die Maschen sind klein und eng beieinander – Maschenmarkierungen sind unbedingt empfehlenswert, um die Zählung zu halten. Fehler fallen in Light Fingering deutlicher auf als in gröberen Gewichten, sind aber mit etwas Übung genauso gut zu korrigieren.
Für Einsteiger in dieses Gewicht empfehlen wir: Ein helles, gleichmäßig gefärbtes Garn wählen (damit man die Maschen gut sieht), mit einer Nadelstärke am oberen Ende des empfohlenen Bereichs beginnen, und ein einfaches erstes Projekt wählen – zum Beispiel ein glattes Tuch oder ein einfaches Sockenmuster ohne Lace-Einschübe.
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